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Dauerausstellungen | Paul Denker

Der Seenotkreuzer Paul Denker


Der Seenotkreuzer „Paul Denker“ ist das größte Einzelobjekt des Museums. Das Schiff wurde 1967 bei Schweers in Bardenfleth gebaut als erster ganz aus Aluminium gefertigter Kreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Zunächst war die „Paul Denker“ in Maasholm eingesetzt, von 1969 bis 2000 dann in Grömitz und Travemünde stationiert. Bis 2005 diente sie als Ausbildungsschiff der DGzRS in Neustadt an der Ostsee. Das Schiff ist 16,8 m lang, hatte im Einsatz ein Gewicht von rund 25 Tonnen. Ein Dieselmotor mit 665 PS brachte es auf eine Höchstgeschwindigkeit von 18 Knoten. Der Kreuzer hat in seinen fast 40 Dienstjahren mehr als 1.000 Menschen aus Seenot gerettet und aus Gefahrensituationen befreit.

Der Name des Schiffes erinnert an den Vormann Paul Denker, der 1967 bei der Havarie des Seenotkreuzers „Adolph Bermpohl“ vor Helgoland zusammen mit seinen Kameraden und den vorher geretteten niederländischen Fischern umgekommen ist. Die DGzRS ehrt ihre Toten, indem sie neue Seenotkreuzer auf die Namen der Verunglückten tauft. In der 150-jährigen Geschichte der DGzRS haben 45 Rettungsmänner im Einsatz ihr Leben verloren.

Die Paul Denker kam 2005 anlässlich der Sonderausstellung „Aus Sturm und Not. 140 Jahre Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger“ ins Museum. Im Fahrstand können Besucher mit Steuerrad und Fahrhebel einen virtuellen Rettungseinsatz in der Nordsee mit einem interaktiven Simulator steuern.

Vom 1. März bis zum 30. November ist die „Paul Denker“ geöffnet. Von Dienstag bis Freitag ist sie während der Öffnungszeiten nach Anmeldung an der Kasse in Begleitung eines Aufsehers zugänglich. Am Wochenende – samstags von 15 bis 17 Uhr und sonntags von 10 bis 17 Uhr – ist der Kreuzer ständig zugänglich.