Vom Pfefferkorn zum Bremer Roland

 „Selbst der unbedeutendste Gegenstand, wie ein Rockknopf oder eine Stecknadel, wie ein Pflasterstein oder ein Gelegenheitsgedicht kann, richtig gruppiert, zum farbigen Mosaikstein für das bremische Kulturbild geschaffen werden.“
(Dr. Johann Focke)



Unsere Sammlung

Seit über 120 Jahren sammeln wir Objekte, die für die Kunst- und Kulturgeschichte Bremens von besonderem Aussagewert sind. Wichtig sind uns dabei die Objektgeschichte und die Relevanz der Objekte in gegenwärtigen und künftigen Ausstellungszusammenhängen. Die ersten Museumsstücke trug Johann Focke Ende des 19. Jahrhunderts zusammen. Bemerkenswert waren dabei Fockes Sorgfalt und seine Weitsicht. So nahm er noch während des Revolutionsjahres 1918/19 ein kleines rotes Stoffbändchen auf, das die revolutionären Arbeiter sich als Erkennungszeichen ans Revers hefteten. Es war für ihn eine anschauliche Quelle des aktuellen politischen Geschehens – und das ist es 100 Jahre später immer noch.



Unsere Sammlung umfasst die Bereiche Vor- und Frühgeschichte, Angewandte Kunst (Bremer Silber, Europäisches Glas, Möbel, Porzellan), Stadtgeschichte, Kunst (Bremer Portraits, Stadtansichten, Skulpturen), Fotografie, Spielzeug, Münzen und Medaillen. Inhaltlich setzen wir folgende Schwerpunkte:



  • die politische Entwicklung der Bremer Stadtrepublik von ihren Anfängen im Mittelalter bis zu ihrer heutigen Existenz als demokratisch verfasstem Bundesland
  • die Formen bürgerlicher Selbstdarstellung vom 13. bis zum frühen 20. Jahrhundert
  • die Wirtschaftsgeschichte der Stadt mit den Schwerpunkten Handel, Schifffahrt und Industrie
  • die Angewandte Kunst
  • die Alltagskultur des Bürgertums und der Arbeiterschaft bis in das 20. Jahrhundert
  • das bäuerliche Leben in Bremen und Umgebung bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts sowie die damit verbundenen landwirtschaftlichen Produktionsformen
  • die archäologisch fassbare Vor- und Frühgeschichte

 

Unsere Sammlungspläne

In Zukunft möchten wir unsere Sammlung vor allem zu den Themen Migrationsgeschichte, Neue soziale Bewegungen seit dem Ende der 1960er-Jahre, Universität ab 1970, Die Bremer Luft- und Raumfahrtindustrie, Städtebau der Nachkriegszeit, Theater und Medien seit 1945 und Frauengeschichte weiter ausbauen.



Ihr Beitrag

Seit über 120 Jahren unterstützen uns Bremerinnen und Bremer dabei, Objekte mit Bedeutung für die Kunst- und Kulturgeschichte Bremens für die Nachwelt zu erhalten. Viele unserer Objekte sind als Schenkungen in unsere Sammlung gekommen oder wurden von Förderern und Förderinnen für uns angekauft. Haben auch Sie Dinge, die für die Bremer Geschichte von Bedeutung sein könnten und die Sie gerne im Museum für nachfolgende Generationen sichern möchten? Dann melden Sie sich bei uns!



Beratung

Haben Sie Objekte der Bremer Geschichte, über die Sie gerne mehr erfahren würden? Wir bieten einmal im Quartal eine Beratung an, bei der unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sich die Stücke anschauen und Ihnen erläutern, wann es entstanden ist, wozu es gedient hat, ob es ein seltenes Stück ist etc. Angaben zum monetären Wert der Objekte können wir leider nicht geben. Die Termine finden Sie in unserem Kalender.



Kontakt

Tel.: 0421-699 600-12

post@focke-museum.de

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