august 2018

Mit einer Talkrunde mit Zülfü Livaneli und Peter Schulze und mit einer bewegenden Gesangseinlage ist am 5. August die Sonderausstellung „Protest + Neuanfang. Bremen nach 68“ zu Ende gegangen. 

Zülfü Livaneli ist seit den 1970er-Jahren einer der beliebtesten Künstler der Türkei. Er ist Komponist, Sänger, Schriftsteller und Filmregisseur und erhielt für seine Werke zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen. Seine Biografie ist nicht nur mit der jüngeren türkischen, sondern darüber hinaus auch mit der Bremer Geschichte verbunden. Nach dem Militärputsch in der Türkei 1971, und seiner Inhaftierung aufgrund seiner regimekritischen Einstellung, musste er sein Heimatland verlassen. 1983 war er für einige Zeit in Bremen und nahm hier im Sendesaal von Radio Bremen unter der Leitung von Peter Schulze sein zweites Studioalbum „Ada“ auf.

Auf Einladung des Focke-Museums kam Livaneli am 5. August zur Finissage von „Protest + Neuanfang“ ins Focke-Museum, um mit seinem langjährigen Freund Peter Schulze über sein Leben, seine Arbeit und den künstlerischen Brückenschlag zwischen Ost und West zu sprechen. 

Nach der Laudatio von Bülent Uzuner Bülent  (Vorsitzender des Kulturforums Türkei) moderierte der Bremer Autor und Filmemacher Orhan Çalişir das Gespräch. Çalişir hatte 2013 einen viel beachteten Dokumentarfilm über Livaneli gedreht. Zwischendurch spielten der Pianist, Komponist und Arrangeur Henning Schmiedt und die Cellistin Anja Lechner Stücke von Livaneli. Vom Publikum ermuntert stimmte Livaneli eines seiner bekanntesten Lieder an und sorgte damit für Gänsehautmomente im Museum.

Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Kulturforum Türkei ausgerichtet.





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