Januar 2021

Das Focke-Museum bietet digitale Vorträge zur Entwicklung der Bremer Innenstadt. 

Die Innenstädte stehen vielerorts vor vielfältigen Problemen. Der Online-Handel stellt für die Kaufleute eine Bedrohung dar, verstärkt wird diese Entwicklung durch die Pandemie. Doch die von Kaufhäusern und Geschäften  geprägten Innenstädte, wie wir sie heute kennen, sind eine Erscheinung des 20. Jahrhunderts. Früher wurde dort auch Handel getrieben, Handwerker und Kaufleute wohnten und arbeiteten aber zudem in den Innenstädten.  In dieser Mischnutzung aus der Vergangenheit sehen Städteplaner*innen ein Modell für die Zukunft.

Das Focke-Museum möchte die Diskussion über die Entwicklung der Bremer Innenstadt mit Wissen um die Stadtgeschichte bereichern. Deshalb bietet es eine vierteilige digitale Vortragsreihe zur Geschichte der Stadt von 800 bis zum 20. Jahrhundert an, an der sich Landeskonservator Prof. Dr. Georg Skalecki und Stadthistoriker Dr. Jan Werquet beteiligen. Landesarchäologin Prof. Dr. Uta Halle spricht zum Auftakt unter dem Titel „Bremens Stadtentwicklung ausgegraben“ über die Zeit zwischen 800 und 1200.

Zur ältesten Stadtgeschichte Bremens gibt es nur wenige schriftliche Urkunden, zumeist mit kirchlichem und politischem Inhalt. Das Alltagsleben spiegelt sich hingegen eher in den Funden der Archäologie wider. Der Vortrag zeigt auf, was die Archäologie zum Leben in Bremen in der Zeit zwischen 800 und 1200 ausgegraben hat und was sich daraus für die Stadtentwicklung schließen lässt. Behandelt werden dabei die Themen Topographie (Düne und Hafen), Alltag (Leben, Arbeit und Handel) und Religiöse Vielfalt (Heiden und Christen).

Die weiteren Vortragstermine:

Dienstag, 23. Februar, 19 Uhr
Stadtentwicklung 1200-1500
Prof. Dr. Uta Halle, Landesarchäologie

Dienstag, 23. März, 19 Uhr
Stadtenwicklung 1500 – 19. Jahrhundert
Prof. Dr. Georg Skalecki, Landesdenkmalamt

Ende April
19. Jahrhundert bis heute
Dr. Jan Werquet, Focke-Museum

Wer an den Vorträgen teilnehmen möchte, kann sich bis jeweils einen Tag vorher unter anmeldung–at–focke-museum.de anmelden und erhält dann den Teilnahmelink zugeschickt.

Das Focke-Museum hat in der Pandemie seine digitalen Angebote erweitert und wird auch nach der Wiedereröffnung des Museums verstärkt Präsenz- mit Digitalangeboten verknüpfen.