März 2018

Seit dem 25. März ist Haus Riensberg wieder für das Publikum geöffnet. Moderne Ausstellungstechnik setzt die Präsentation bürgerlicher Wohnkultur, europäischer Glaskunst, bremischer Bürgerporträts sowie das Kindermuseum neu in Szene.

„Wir freuen uns sehr, dass wir Haus Riensberg endlich wieder für die Besucherinnen und Besucher öffnen können und so dem Sammlungsbereich der Angewandten Kunst wieder die Bühne bieten können, die ihm gebührt“, so Direktorin Dr. Frauke von der Haar. Ein umfangreicher Vitrinenschaden veranlasste das Museum 2014 das Haus aus Sicherheitsgründen zu schließen. Die alten Vitrinen wurden durch neue markant-konstruktive Vitrinen mit integrierter LED-Beleuchtung ersetzt. „Das neue Beleuchtungskonzept lässt die kunsthandwerklichen Exponate erstrahlen. Die fragile Schönheit der Glaskunst wurde noch nie so wirkungsvoll inszeniert wie jetzt“, freut sich Dr. Uta Bernsmeier, Kustodin.

Haus Riensberg lässt Besucherinnen und Besucher in vergangene Epochen eintauchen. Ensembles aus Möbeln des 16. bis 20. Jahrhunderts bilden zusammen mit historischen Kostümen, Porzellan, Gemälden und Tapeten eindrucksvolle Epochenbilder von der Renaissance bis zur klassischen Moderne. Ein Gesamtkunstwerk des deutschen Jugendstils ist das 1906 von Heinrich Vogeler entworfene „Zimmer einer jungen Frau“. Die überregional bedeutende Sammlung Europäischer Glaskunst umfasst Objekte aus fünf Jahrhunderten. Zu ihren ältesten zählen um 1500 hergestellte Waldgläser, als jüngste sind in der Halle des Hauses Riensberg Unikate und Seriengläser des Jugendstils ausgestellt. Die Glassammlung konnte in den letzten Jahren um einige wertvolle Stücke nach Künstlerentwürfen aus den Stilepochen des frühen 20. Jahrhunderts erweitert werden. Mit dem kostenlosen Mediaguide kann eine stimmungsvolle Führung durch das Haus unternommen werden. Das Kindermuseum zeigt die Geschichte des Spielens vom Mittelalter bis heute.

Gefördert wurde die Wiedereinrichtung des Hauses vom Projektträger Jülich – Forschungszentrum Jülich im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative.