Di 05. Mrz 18:00

Diskussion Denkmal

Workshop zum Erinnerungsort "Der Elefant"

Sonderausstellung

Ursprüngliches Kolonialdenkmal

Woran wollen wir uns erinnern? Wozu brauchen wir Denkmäler? Und zu welchen wichtigen Ereignissen unserer Zeit wünschen wir uns ein Denkmal? Im Rahmen der  Workshopreihe „Diskussion Denkmal“ lädt das Focke-Museum Interessierte sowie Expertinnen und Experten zum Austausch über den Umgang mit Denkmälern, Ehrenmalen und Mahnmalen nach 1918.

In diesem Workshop befassen sich die Teilnehmenden mit dem „Elefant“. Der Workshop wird moderiert von Dr. Silke Betscher. Die Ergebnisse der Diskussionen werden auf einer Pinnwand festgehalten und im Ausstellungsbereich gezeigt.

Das Denkmal wurde auf Initiative der Deutschen Kolonialgesellschaft, Abteilung Bremen zwischen 1926 bis 1932 als Reichskolonialehrenmal geplant, von Fritz Behn entworfen und aufgestellt. Im Inneren des Elefanten befand sich eine Krypta mit einem Buch, in dem 1.490 Namen der im Ersten Weltkrieg und in den deutschen Kolonien gefallenen Soldaten namentlich aufgeführt wurden. Bürgermeister Theodor Spitta betonte bei der Einweihung am 6. Juli 1932 auf die „unverjährten und unverjährbaren Rechte Deutschlands auf gleichberechtigte koloniale Betätigung in der Welt“. 1990 wurde das Denkmal von Bremer Bürgern zum Anti-Kolonial-Denk-Mal umgetauft. 2009 wurde es ergänzt durch ein Mahnmal, das an den von deutschen Truppen 1904 – 1908 begangenen Völkermord an den Nama und Ovahereo in Namibia erinnert.

Der Eintritt ist frei. Um eine Anmeldung bis eine Woche vor dem Workshoptermin wird gebeten: 0421-699 600-50