So 31. Mrz 11:30

"Altes Geld ist für Spielleut gut genug"

Die Bremer Stadtmusikanten gab es wirklich - Bremer Ratsmusik in der Frühen Neuzeit

Dauerausstellung

Die „real existierenden“ Bremer Stadtmusikanten waren vom 16. bis ins 18. Jahrhundert vor allem der Ratsmusikmeister und seine drei bis fünf Gesellen. Sie gehörten damit zu einer der kleinsten Zünfte Bremens und waren als vom Rat angestellte Musiker für die offizielle Musikausübung der Hansestadt zuständig. Diese war äußerst vielseitig, so mussten sie nicht nur alle gebräuchlichen Instrumente der Zeit (außer Tasteninstrumenten, dafür waren die Organisten zuständig) beherrschen, sondern dem Rat auch bei verschiedensten Gelegenheiten mit ihrer Kunst aufwarten, beispielsweise bei Hochzeiten der höheren Stände. Dass dies nicht zu einer besonderen Achtung des Musikerstandes führte, ist ein Teil des Vortrags. Dr. Oliver Rosteck beschäftigt sich nicht nur mit den Ratsmusikanten, sondern auch mit ihren zeitgenössischen Kollegen und Konkurrenten, dem Kantor, den Organisten und Turmbläsern, den Regimentshautboisten, sowie den freien Musikern und zeigt so das breite Panorama bremischer Musikkultur in der Frühen Neuzeit auf.

Vortrag von Dr. Oliver Rosteck, Musikwissenschaftler und Musikpädagoge im Rahmen des Bremer Stadtmusikantensommers

Eintritt frei

Tipp:
In der Dauerausstellung sind dazu passend zwei historische Gemälde von Hochzeitszügen mit den Bremer Ratsmusikanten abgebildet und eine Zugposaune aus dem Besitz eines der letzten Stadtmusikanten. Sie wurde 1723 von dem Leipziger Instrumentenbauer Heinrich Eichentopff gefertigt. Ihr mutmaßlicher Besitzer war Hermann Harmsen, der im selben Jahr das Amt des Turmbläsers von St. Ansgarii und das eines Ratsmusikmeisters von seinem Vater übernommen hatte. mehr lesen