Di 26. Jan 19:00

Bremens Stadtentwicklung ausgegraben

Focke-Museum startet mit digitaler Vortragsreihe

Dauerausstellung

Die Innenstädte stehen vielerorts vor vielfältigen Problemen. Der Online-Handel stellt für die Kaufleute eine Bedrohung dar, verstärkt wird diese Entwicklung durch die Pandemie. Doch die von Kaufhäusern und Geschäften  geprägten Innenstädte, wie wir sie heute kennen, sind eine Erscheinung des 20. Jahrhunderts. Früher wurde dort auch Handel getrieben, Handwerker und Kaufleute wohnten und arbeiteten aber zudem in den Innenstädten.  In dieser Mischnutzung aus der Vergangenheit sehen Städteplaner*innen ein Modell für die Zukunft.

Das Focke-Museum möchte die Diskussion über die Entwicklung der Bremer Innenstadt mit Wissen um die Stadtgeschichte bereichern. Deshalb bietet es eine vierteilige digitale Vortragsreihe zur Geschichte der Stadt von 800 bis zum 20. Jahrhundert an, an der sich Landeskonservator Prof. Dr. Georg Skalecki und Stadthistoriker Dr. Jan Werquet beteiligen. Landesarchäologin Prof. Dr. Uta Halle spricht zum Auftakt unter dem Titel „Bremens Stadtentwicklung ausgegraben“ über die Zeit zwischen 800 und 1200.

Zur ältesten Stadtgeschichte Bremens gibt es nur wenige schriftliche Urkunden, zumeist mit kirchlichem und politischem Inhalt. Das Alltagsleben spiegelt sich hingegen eher in den Funden der Archäologie wider. Der Vortrag zeigt auf, was die Archäologie zum Leben in Bremen in der Zeit zwischen 800 und 1200 ausgegraben hat und was sich daraus für die Stadtentwicklung schließen lässt. Behandelt werden dabei die Themen Topographie (Düne und Hafen), Alltag (Leben, Arbeit und Handel) und Religiöse Vielfalt (Heiden und Christen).  Der zweite Vortrag, der Ende Februar stattfinden wird, behandelt die Zeit zwischen 1200 und 1500.

Wer an dem etwa 15-minütigen Vortrag mit anschließender Frage- und Diskussionsrunde teilnehmen möchte, meldet sich bitte unter anmeldung@focke-museum.de bis zum 25. Januar an und erhält dann den Link zugesendet.

Das Focke-Museum hat in der Pandemie seine digitalen Angebote erweitert und wird auch nach der Wiedereröffnung des Museums verstärkt Präsenz- mit Digitalangeboten verknüpfen.