Zwangsarbeiter in ihrer Baracke

bis 19. November 2023 im STadtlabor

verschleppt. versklavt. vergessen?

verschleppt. versklavt. vergessen?

zwangsarbeit in bremen 1939-1945

21. Januar bis 19. November 2023

Zwangsarbeit war eines der sichtbarsten und alltäglichsten Verbrechen im Nationalsozialismus. Auch in Bremen und Bremerhaven gab es ein dichtes Netz von Lagern. Die beiden Städte zählten zu den bedeutendsten Rüstungsstandorten des „Dritten Reiches“ und versuchten, den Arbeitskräftemangel mit Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter*innen zu decken.

Die ersten Jahrzehnte nach Kriegsende waren dennoch geprägt vom Vergessen: Die Deportation, Ausbeutung und rassistische Behandlung der ausländischen Zwangsarbeiter*innen galten in der deutschen Bevölkerung nicht als Verbrechen, auch deshalb, weil die Sklavenarbeit nicht entschädigt wurde und die Verantwortlichen nicht juristisch belangt wurden

Erst seit den späten 1970er-Jahren begannen zivilgesellschaftlich Engagierte zur Geschichte der NS-Zwangsarbeit in Bremen zu recherchieren und Kontakt zu Überlebenden und Angehörigen von früheren Lagerinsassen aufzunehmen.

Die Ausstellung gibt am Beispiel einiger Orte und der Biografien einzelner Betroffener Einblicke in die Realität von Zwangsarbeit in Bremen und Bremerhaven während des Zweiten Weltkriegs. Zugleich will sie das umfassende Wissen von zahlreichen engagierten Aktivist*innen und Forscher*innen aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft sichern und würdigen, die sich bereits seit Jahrzehnten für die Aufarbeitung einsetzen.

  • Montag
    geschlossen
  • Dienstag
    10:00 – 21:00 Uhr
  • Mittwoch bis Sonntag
    10:00 – 17:00 Uhr
  • Führungen für Schulklassen
    nach Vereinbarung Mo – Fr ab 8:30 Uhr

Haus Riensberg, der Eichenhof, die Scheune und das Haus Mittelsbüren haben abweichende Öffnungszeiten.

Einen Beitrag über die Ausstellung von Buten un Binnen vom 26. Januar finden Sie hier:

Das Schulprojekt „Detecting the Past“ können Sie hier ansehen:

Das stadtlabor

Im Stadtlabor werden Ausstellungen gezeigt, die in Zusammenarbeit mit Kollektiven aus der Stadtgesellschaft entstehen. Entsprechend multiperspektivisch oder auf spezifische Themen gerichtet sind sie. Sie geben keine einheitliche, wissenschaftliche Fachmeinung wieder, sondern spiegeln aktuelle Diskussionen und laden das Publikum zum Mitdiskutieren ein.